Die Anabole Diät

Die Anabole Diät, auch bekannt unter dem Begriff der ketogenen Diät, ist eng verwandt mit der Atkins Diät. Beide basieren auf einen bestimmten Stoffwechselprozess im Körper, der Ketose.

Ketose bedeutet vereinfacht dargestellt, dass der Körper die für ihn notwendige Energie nicht aus den Kohlenhydraten der Nahrung gewinnt, sondern aus körpereigenem Fett. Es gibt mehrere Varianten dieser Diätform. Die klassische Variante allerdings stellt die entsprechende Nahrungsaufnahme um und reduziert Lebensmittel mit Kohlenhydraten. Ein durchschnittlicher Diätplan in der Anabolen Diät setzt sich aus 25-30% Eiweiß und 65-70% Fett zusammen. Kohlenhydrate werden nur in ganz geringen Mengen zu sich genommen. Der völlige Verzicht wird im Gegensatz zur Atkins Diät nicht empfohlen. Einsichtig müssen die Anhänger der Anabolen Diät nämlich feststellen, dass in den meisten Produkten sowieso geringfügig Kohlenhydrate vorhanden sind.

Ein weiterer Unterschied liegt im gezielten Aufbau von Muskelmasse. Gerade Bodybuilder nutzen diese Diät, um ganz systematisch Masse bei gleichzeitigem Fettabau aufzubauen. In den USA war diese Methode lange ein Geheimtipp und überzeugte mit der Zeit immer mehr Sportler. Auf natürliche Weise, das heißt durch Ernährung und nicht durch Pillen, erhöht sich der Spiegel anaboler Hormone und sorgt für ein beschleunigtes Muskelwachstum und das bei gleichzeitig erhöhter Fettverbrennungsrate.

Wie bei der Atkins Diät wird auch hier damit geworben, wesentlich mehr Kalorien pro Tag zu verwerten, als bei anderen Diäten. Dennoch ist auch für die Anabole Methode klar, wer kein Sport macht, also keine Kalorien verbrennt wie bei einer Heizung, baut auch keine Muskelmasse auf.

Klassische, also erlaubte Nahrungsmittel für die Anabole Diät sind Fleisch, Fisch, Ei, Käse, all das, was reich an tierischen Fetten und Eiweiß ist. Sogar Junkfood soll erlaubt sein. Und spätestens hier erheben auch die tolerantesten Kritiker ihre Stimme.

Aus gesundheitlichen Gründen ist die Anabole Diät nämlich nicht zu empfehlen. Sie belastet, wie die Atkins Diät, die Nieren, was Folgeprobleme hervorrufen kann. Die Harnsäureproduktion erhöht sich und damit die Gefahr, an Gicht zu erkranken. Außerdem wirken anabole Steroide auf den Stoffwechsel, insbesondere auf den Eiweißstoffwechsel, was der Einnahme von Anabolika in seinen Symptomen sehr ähnlich ist.

Wer sich dennoch um diese Methode bemüht, sollte sich auch hier ordentlich informieren und vorbereiten und statt Junkfood vielleicht doch lieber einen ordentlichen Supplements Shop aufsuchen.