Atkins Diät

Die Atkins Diät ist nach dem gleichnamigen Erfinder dieser Diät Dr. Atkins benannt und basiert auf einer drastischen Reduzierung von Kohlenhydraten. 1973 stellte er diese Ernährungsweise zum ersten Mal vor und ist seitdem bis heute für Millionen von Menschen der Diätguru schlechthin. Ganz besonders kritisch und gleichzeitig interessant erscheint dabei der Fettfaktor. Fett essen und trotzdem Fett verlieren, das ist das Markenzeichen der Atkins-Diät. Aber wie funktioniert das genau?

Am Anfang steht der radikale Verzicht von Kohlenhydraten, später kann der Bedarf minimal erhöht werden. Fleisch, Eier, Käse und Fisch, alles was reich an Eiweiß und tierischen Fetten ist, darf in unbegrenzter Menge gegessen werden. Statt der Kalorien werden einfach Kohlenhydrate gezählt. Der tägliche Gang zur Toilette zeigt auf einem Urinstäbchen den erstrebten Keton-Körper-Wert an. Mit ihm wird kontrolliert, ob der Körper dieses Stoffwechselprodukt bildet und eben über den Urin ausscheidet. Es ist nämlich gerade diese einseitige Ernährung, die nach Ansicht der Atkins-Anhänger den Körper dazu zwingen soll, Fett zur Energiegewinnung in Keton-Körper umzuwandeln. Aber was sind Keton-Körper? Sie entstehen, wenn in der Leber Fettsäuren als Glucosersatz umgewandelt werden und kommen in der Regel in jeder Diätvariante vor. Wird Fett verbrannt, egal ob mit der Atkins Diät oder mit einer ‘normalen‘ Sportübung und der Fress-die-Hälfte-Variante, werden Keton-Körper gebildet. Aber Vorsicht! Der völlige Verzicht auf Kohlenhydrate erfordert bei der Atkins-Variante eine langsame Umstellung des Stoffwechsels. Bei zu schneller Reduzierung kann es zu Magenproblemen und Stoffwechselstörungen kommen. Der obligatorische Arztbesuch ist in jedem Fall zu empfehlen. Die Kontrolle der Blutwerte ist gerade am Anfang der Diät sehr sinnvoll.

Dennoch war und ist die Atkins-Diät sehr umstritten. Sie wird von vielen Ernährungsexperten als einseitig und potenziell gesundheitsschädlich abgelehnt. Leberprobleme, Akne oder Verstopfung können mögliche Folgeerscheinungen sein. Die hohe Belastung der Niere kann ebenfalls Gicht begünstigen. Kreislaufprobleme und Herz-Rhythmusstörungen sind sehr wahrscheinlich, besonders durch die verstärkt fettreiche Ernährung. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass der hohe Vitamin und Nährstoffmangel ernsthafte Probleme verursacht, die Erfolge allerdings geben der Theorie recht und bescheren dem mittlerweile verstorbenen Dr. Atkins jährlich immer neue Anhänger seiner Diät.

Welche Diät Sie auch immer machen. Die Erfahrung zeigt, dass es immer leichter ist, wenn man ein konkretes Ziel vor Augen hat. Sprich ein Foto vielleicht aus der Vergangenheit auf dem man sich besonders gefällt. Schneiden Sie das Foto einfach aus Ihrem Fotobuch aus und befestigen Sie es mit einem Magnet an Ihrem Kühlschrank. So haben Sie Ihr Ziel bei jedem Gang zu den Lebensmitteln vor Augen, was mitunter auch mal “Nein sagen” helfen kann.