Abnehmen in der Schwangerschaft

Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist ein ganz normaler Prozess. Häufig aber sind diese zusätzlichen Pfunde nicht nur auf das heranwachsende Baby zurückzuführen. Die werdende Mutter isst mehr und häufig ist der Appetit so groß, dass sinnlos in sich hineingestopft wird. Der dicke Bauch wächst nicht nur bis auf das doppelte an, sondern bleibt auch nach den neun Monaten unangenehm groß. Abnehmen lautet dann die Devise, Speck muss abtrainiert und die eigenen Maße schnell wiedergefunden werden. Kein Wunder, dass viele Frauen auf die Idee kommen, erst gar nicht zuzunehmen. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang die Frage nach einer Diät in der Schwangerschaft gestellt. Ist das überhaupt möglich? Schadet es dem Baby? Und wie sieht es mit dem eigenen Wohlbefinden aus?

Dass ein Baby heranwächst, schwerer wird und damit für zusätzliche Pfunde sorgt, ist klar. Aus der befruchteten Eizelle entwickelt sich schließlich ein Mensch, doch alle Vorgänge im Körper der Mutter sind auch darauf ausgerichtet, diesen Prozess zu unterstützen. Die Hormonproduktion wird verändert, das Blutvolumen steigt an, bestimmte Nährstoffe werden verstärkt aus dem Darm aufgenommen, Stoffwechselvorgänge wandeln sich. Das alles ist eine enorme Umstellung für die Frau und durchaus auch mit veränderten Essgewohnheiten verbunden. Das Baby bedient sich gnadenlos an seiner 'Vorratskammer', an seiner Mutter. Der Energiebedarf ändert sich und nicht selten folgt eine Heißhungerattacke auf die Nächste. Aber hier ist es wichtig, zu unterscheiden. Der Kalorienbedarf einer Frau erhöht sich während der Schwangerschaft nur geringfügig. Ab dem vierten Monat sind das gerade mal 300 Kilokalorien pro Tag. Viel wichtiger ist aber in dieser Zeit die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Obst und Gemüse sind dabei genau die Lebensmittel, die von der Mutter gebraucht werden. Und sie versorgt damit nicht nur das Baby, sondern schafft es gleichzeitig, gesund und kalorienbewusst auf das eigene Gewicht zu achten. Von einer Diät im strengeren Sinne ist in der Schwangerschaftsentwicklung allerdings auf jeden Fall abzuraten.

Weder Trennkost, noch Kalorienreduzierung helfen der werdenden Mutter. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr eines Mangels, der gerade für das Baby Folgekomplikationen mit sich führen kann. Es ist also nicht nur legitim, sondern auch notwendig, mehr zu essen. Es kommt eben nur auf das 'was' an. Was wird gegessen? Nicht Kalorien, sondern Nährstoffdichte, das ist das Zauberwort. Nicht weniger essen, sondern ausgewogen und nährstoffreich, dass sollte oberstes Prinzip für eine schwangere Frau sein.

Damit nach der Geburt auch die Finanzierung der zukünftigen Ausbildung Ihres Sprösslings nicht zu kurz kommt, sollten Sie sich bereits während der Schwangerschaft über entsprechende Vorsorgemaßnahmen informieren. Worüber man ebenfalls mal nachdenken sollte, sofern dies noch nicht geschehen ist, ist vielleicht eine Hochzeit mit dem Partner zu planen. Nicht nur die steuerlichen Vorteile sind hier von Relevanz sondern auch das familäre Gefühl welches dem zukünftigen Kind vermittelt wird.